St. Michaelisdonn , der Ort "op´n Dunn" ( auf der Düne ), der seinen Namen von der 1611 erbauten St. Michaelis-Kirche  herleitet, hat kaum Landwirtschaft. Zunächst war der Donn wohl nur "Trittstein" von der Geest in die Marsch und Siedlungsort armer Fischer und Tagelöhner. St. Michaelisdonn gewann aber Bedeutung als Handelsplatz und Treffpunkt besonders durch den "Holzmarkt" ( ab 1706 ), der in vorindustrieller Zeit für die holzarme Südermarsch von großer Wichtigkeit war. Besondere Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt gewann der Ort aber erst durch den Bau der Marschbahn ( 1878 ) von Hamburg nach Heide und weiter nach Norden. 1880 wurde die Zuckerfabrik gegründet, die lange Jahrzehnte hindurch die einzige Zuckerfabrik Schleswig - Holsteins war, und für sie baute man 1887 die Bahn nach Marne, die bald nach Friedrichskoog verlängert wurde. Durch die gute Verkehrsverbindung wurde St. Michaelisdonn zum lebhaften Geschäftsort und zum ländlichen Zentralort. Verwaltungsmäßig gehörte der Ort bis 1935 der Kirchspielslandgemeinde Marne an ; von da an bildete er mit den Gemeinden Hindorf, Hopen und Westdorf die Gemeinde St. Michaelisdonn. Heute ist St. Michaelisdonn Sitz der Verwaltung des Amtes Kirchspielslandgemeinde Eddelak - St. Michaelisdonn. Im Ort befinden sich eine Realschule. Erwähnenswert ist auch der Regionalflugplatz, der sich auf dem Kleve im Gebiet des Ortsteils St. Michaelisdonn - Hopen befindet.

 

Wappen der Gemeinde St. Michaelisdonn

Das Wappen der Gemeinde zeigt in Blau einen barhäuptigen, bärtigen Mann mit blondem Haar in goldener, bäuerlicher Kleidung, der einen goldenen, auf dem Rücken liegenden, rotbewehrten Drachen eine Lanze mit goldenem Schaft und einem silbernen Sensenblatt als Spitze in den Hals stößt und oben links von vier ins Kreuz gestellten Windmühlenflügeln begleitet wird.
   

Gemeinde Sankt Michaelisdonn (www.st-michaelisdonn.de)